Schutz von Arbeitern und Passanten bei Baumfällarbeiten

Aber auch bei Forstarbeiten selbst müssen Arbeiter und Passanten vor potenziellen Gefahren geschützt werden. So darf etwa beim Fällen eines Baumes ein Bereich mit einem Radius von der doppelten Höhe des Baumes von Unbeteiligten nicht betreten werden. Die Pflicht Arbeitnehmer und Passanten vor Gefahren zu schützen, ergibt sich aus der sogenannten Verkehrssicherungspflicht. Aus dieser Pflicht resultiert einerseits die Pflicht, Gefahren zu beseitigen. Können solche Gefahren aber nicht vollends beseitigt werden, muss andererseits durch geeignete Absicherung bzw. Kennzeichnung auf die Gefahr hingewiesen werden. Schilder, die vor den Gefahren im näheren Bereich warnen oder Absperrbänder mit der Aufschrift „Holzfällung“ können Unbeteiligte vor Gefahren warnen.

Fällungen entlang von öffentlichen Straßen sind – sobald ein Baum auf die Straße fallen kann oder mit abrollenden Stämmen, Stammteilen oder Steinen etc. gerechnet werden muss- nur unter Einsatz von Ampelanlagen oder Absperrung mit Posten durchzuführen. Die jeweilige Genehmigungsbehörde für die Straßensperrung erlässt hierzu i.d.R. eine „verkehrsbehördliche Anordnung“ mit einem Beschilderungsplan, dem zu folgen ist.

Allgemein gilt:

Beachtung der Unfallverhütungsvorschriften

Jeweilige Betriebsordnung (für Staatswälder)

Schriftlicher Arbeitsauftrag für die Forstarbeiter Nach Abschluß der Hiebsmaßnahmen sind die Randbereiche entlang von öffentlichen Straßen und Verkehrswegen zu kontrollieren (z.B. auf angeschobene oder beschädigte Bäume, hängengebliebene Äste oder Kronenteile etc.).